Nachhaltige Gestaltung und Schönheit

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Bildungsinstitution
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Valide Kriterien für nachhaltiges Entwerfen sind ein echtes Desideratum. Wir haben bereits zum Start des dml-Blog das obige Diagramm gepostet, an welchem das dml sich in den nächsten Jahren abarbeiten werden. Das Diagramm wird sich sicher verbessern und erweitern lassen. Dennoch, die Grundbotschaft ist bereits enthalten: die Bereitschaft sich der Komplexität des hier angedeuteten Systems zu stellen ist entscheidend.

Aus Sichte des Design spielen Schönheit und Verführung eine wichtige Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger, resilienter Lösungen.  Attraktivität, Begehrlichkeit, Faszination sind relevante Faktoren sowohl bezüglich der Arbeit am Entwurf als auch  der breiten Akzeptanz gefundener Lösungen.

Das Google Car ist ein hervorragendes Beispiel. In seiner gesichtlosen Scheußlichkeit stößt es ab, es gibt dem Unbehagen am fahrerlosen Auto gewissermaßen eine Form. Technisch mag es einen diskussionswürdigen Schritt  machen, aber Google drückt sich ganz klar um die Frage der Ästhetik, der Anzeichenfunktion, der prinzipiellen Morphologie eines fahrerlosen Autos.

Diese Diskussion muss geführt werden: Wie lassen sich mit Mitteln der Produktsprache Auseinandersetzungen austragen? Wie lassen sich Vorschläge unterbreiten, die weder als öde (Google-Car) noch als Science Fiction (die üblichen Renderings der Übermorgenmobilität) vom Tisch gewischt werden können?

Die Services und Objekte der nachhaltigen Mobilität und Logistik müssen auch ästhetisch überzeugen können, denn nur dann werden sie angenommen. Sie werden besser verstanden, es kann eine höhere Wertschöpfung generiert werden und es kann Begehrlichkeit – also ein Sog des Marktes – entstehen.

 

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