entlang der route / Wiederaufbau

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Routen

Das designinstitut für mobilität und logistik ist ein Institut der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Kunsthochschule des Landes Hessen. Die hfg Offenbach befasst sich im WS 15/16 mit brisanten Fragen danach, was Design in praktischer, in humanitärer und sozialer Hinsicht entlang von Fluchtrouten beitragen kann.

Im Sinne von design for social innovation (Ezio Manzini) wird nach den Potentialen von Gestaltung für Visualisierung, Information, aber auch nach lebenswichtigen Lösungen wie etwa für Das beste kleine Gepäck, gefragt. Die Veranstaltung in meinem Lehrgebiet (Interkulturelles Design)  ist zugleich ein Lektürekurs, in dem über die Schriften von Doug Saunders (Migration) Arno Gruen, (Extremismusforschung) u.a. hinaus nach der eigene kulturellen Identität, nach Flucht und Vertreibung in den eigenen Familiengeschichten gefragt wird. Es geht uns auch darum, die verbalen und bildlichen Rhetoriken rechtsradikaler oder islamistischer Kreise in social networks verstehen zu können – und diesen sicher zu begegnen. Beim nächsten Termin, am  20.11., wird zwangsläufig auch über die Pariser Massenmorde zu reden sein – weil diese bereits jetzt in den radikalen Rhetoriken instrumentalisiert werden.

Wenn wir in diesem Blog über Mobilität und Logistik redeten, ging es meist um Zukunftskonzepte für Großstädte und Ballungsräume. Wir haben über Rhein-Main, Tel Aviv, Chennai, Tokyo und andere pulsierende Stadtorganismen berichtet. Künftig werden auch Themen, die weniger mit technologischen, als mit sozialen Entwicklungen zu tun haben erörtert werden. Design for social Innovation wird stärker in den Fokus rücken. Der Wiederaufbau zerstörter Mobilität- und Logistiksysteme, aber auch die Terrorismus-Sicherheit des öffentlichen Raumes könnte zum Thema werden. Eine UN Studie zur Sicherheit im Öffentlichen Raum, die unter Prof. Dr. Mike Turner in Jerusalem entstand, wird besprochen werden. Vielleicht sollten auch wir über diese Themen besser bescheid wissen. Von wiederholten Wiederaufbau zerstörter Infrastrukturen können wir Deutschen sehr viel berichten – dieses Wissen muss anderen zur Verfügung gestellt werden.

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