Die Krise des deutschen Fahrrades / des deutschen Fahrraddenkens

Schreibe einen Kommentar
Mobilität

Zunächst ein Blick auf die wirtschaftlichen Zahlen. Die deutschen Hersteller Derby Cycle, Mifa, Accell/Winora u.a. zusammen produzieren heute in Deutschland 2,16 Millionen Fahrräder. Und Mifa (Marken Grace, Steppenwolf) ist jetzt in Insolvenz gegangen. Die meisten Importfahrräder kommen aus Kambodscha (21%), Taiwan (9%) oder Polen (9%) und Litauen (8%). Der Rest stammt aus zahlreichen weiteren Ländern. 2.9 Millionen Importfährräder wurden 2013 hierzulande verkauft, nur 0,9 Mio. aus heimischer Produktion. (Zahlen nach Wirtschaftswoche Nr. 41/2114)

Dieses Bild deckt sich mit der zunehmenden Rückständigkeit bzgl. großangelegter Konzepte … und vor allem Realisierungen … vergleicht man die fast statische Situation in Berlin, dem Rhein-Main-Gebiet oder München mit der dynamischen in New York, Tel Aviv, Hyderabad, also Städten, die – wie Kopenhagen – VOLL auf’s Fahrrad setzen (siehe auch Blog vom 2.10. „Fahrrad als NOTWENDIGKEIT für Stadtentwicklung“).

Die Diskussion betrifft Design genauso wie Städteplanung. Köpfen aus Firmen wie dem E-Bike und Lastenfahhrad Ausnahmehersteller Riese & Müller – die im oberen Preissegment wirkliche Innovationen vorantreiben – müssten viel mehr in übergreifende Diskussionen einbezogen werden. Für uns stellt sich die Frage: Was kann / muss Design hier leisten?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *