Die etwas andere Art sich gegenüber Uber zu rüsten

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Mobilität
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In Deutschland hat es der Fahrdienst Uber bisher sehr schwer Fuss zu fassen. Das gesamte Taxigewerbe hat sich gegen den Dienstleister aufgebäumt. Mittlerweile ist der Fahrdienst bekannter Weise in einigen Großstädten Deutschlands aufgrund von Klagen verboten worden.

In New York geht man damit anders um. Womöglich differenzierter und weitsichtiger. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird nicht versucht der Konkurrenz Steine in den Weg zu werfen. Stattdessen wird überlegt wie das Taxigewerbe selbst von Uber lernen kann. Dazu muss man verstehen was Taxifahren im 21. Jahrhundert für den Kunden bedeutet. Es geht, wie bei vielen anderen Dienstleistungen, nicht mehr nur um eine einzige Leistung. Vielmehr möchte der Kunde neben dem Transport andere Leistungen in Anspruch nehmen.

Bereits seit 2012 bietet ein hessischer Taxifahrer seinen Kunden frisches Obst, Fruchtsäfte oder Süssigkeiten an[1]. Dazu gibt es eine Auswahl an aktuellen Tageszeitungen oder Magazine. Und das sogar kostenlos. Seine zusätzlichen Ausgaben holt der Taxiunternehmer mit einem Umsatzplus von 40% spielen wieder rein.

New York antwortet auf Uber zwar nicht mit Schokoriegeln, die New York City Taxi- und Limousinenkommision (TLC) rüstet aber dennoch in den nächsten Jahren drastisch auf. So sollen die alten Ford Crown Vistoria Cabs in nächster durch Minivan Nissan NV200 ausgetauscht werden.[2] Nissan hatte sich in einem öffentlichen Auswahlverfahren gegen Ford (die Produktion des Crown Victoria endetet 2011) und „den türkischen Autobauer Karsan durchgesetzt“[3]

Die Vorteile liegen neben einer erhöhten Beinfreiheit unter anderem im verglasten Dach, das nun die, vor allem für Touristen interessante, Hochhauskulisse optisch freigibt. Außerdem befinden sich an Board Steckdosen um mobile Endgeräte zu betreiben oder aufzuladen, was so wohl vor allem Geschäftsleute auf dem Weg zum nächsten Termin deutlich unterstützen wird. Erstmals werden auch Airbags speziell für die Fahrgäste zum Einsatz kommen. Außerdem haben nun die Gäste das Ruder in der Hand, zumindest was die Klimaanlage angeht.

Anders als bei uns üblich werden die Taxen vor allem in Manhatten an der Straße angehalten. Die Buchung über eine Zentrale war nicht vorgesehen. Dem wir mit der Einführung der App Arro nun entgegen gewirkt. Somit ist das Ordern eines Yellow Cabs mit lediglich mit einem Tastendruck möglich.[4]

In den nächsten fünf Jahren plant die TLC alle Ford Crown Victoria Taxen in New York City auszutauschen. Dies bedeutet eine drastische vor allem optische Umgewöhnung für alle, die schon mal in New York waren oder leben, denn die Mehrheit aller 13.000[5] Big Apple Taxen wie wir sie heute kennen wird langsam aber sicher verschwinden.

Damit wird in New York eine neue Ära eingeleitet.

[1]http://www.ffh.de/on-air/die-ffh-morningshow/themen/toController/Topic/toAction/show/toId/2673/toTopic/hessens-nettester-taxifahrer.html

[2] http://www.trendsderzukunft.de/reaktion-auf-uber-new-yorks-taxis-werden-zu-rollenden-bueros/2015/09/07/

[3] http://www.sueddeutsche.de/auto/new-york-neue-taxis-nissan-baut-die-gelbe-flotte-1.1093045

[4] http://www.digitaljournal.com/news/world/new-york-cabs-get-smart-in-battle-with-uber/article/442850

[5] http://www.nissan-global.com/EN/NEWS/2011/_STORY/110503-01-e.html

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